{"id":6253,"date":"2019-06-09T20:13:08","date_gmt":"2019-06-09T18:13:08","guid":{"rendered":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=6253"},"modified":"2019-06-09T20:14:51","modified_gmt":"2019-06-09T18:14:51","slug":"krisenstimmung-an-bord","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=6253","title":{"rendered":"Krisenstimmung an Bord"},"content":{"rendered":"<p><strong>08.06.2019 &#8211; von frischen Brisen und einer K\u00fchlwasserpumpe, die schon wieder defekt ist<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Endlich Wind, der Meltemi ist pl\u00f6tzlich wieder da, nur wie sollte es anders sein, er wird seinem Namen nicht gerecht. Meltemi kommt n\u00e4mlich aus dem T\u00fcrkischen, \u201emeltem&#8220; bedeutet \u201eBrise\u201c oder \u201esanfter Wind\u201c. Sanft w\u00fcrde ich das nicht bezeichnen. Eher als frische Brise, die uns mit 20 bis 24 Knoten auf die Nase blasen w\u00fcrde. Das hatten wir ausgiebig im Roten Meer. Nein, dazu hat keiner Lust. Wir warten und verl\u00e4ngern unseren Aufenthalt in der Marina von Finike tageweise. Immerhin bekommen wir einen Ramadan-Rabatt von 50%.<br \/>\nAm 5. Juni geht es f\u00fcr uns weiter. Die Insel Kekova ist unser n\u00e4chstes Ziel. Aber irgendwie verfolgt uns das Pech, die K\u00fchlwasserpumpe, die wir in \u00c4gypten gerade erst erneuert hatten, ist schon wieder defekt. Zu bl\u00f6d. Wir \u00fcberlegen kurz, ob wir zur\u00fcck nach Finike segeln sollen. Mit dem Wind im R\u00fccken w\u00e4ren wir im Nu wieder dort. Aber die Handwerker vor Ort schienen uns nicht die fitesten zu sein und die Marina macht es kompliziert freie Handwerker zu engagieren. Ausserdem feiern die Muslime das Fest des Fastenbrechens. Das ist etwa so wie unser Weihnachten. Alles ist seit Montag und dann die ganze Woche geschlossen. Thomas Laune ist nicht die beste, was jeder an Bord verstehen kann!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9891-2-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6254\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9891-2-Kopie-1024x674.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"413\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9891-2-Kopie-1024x674.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9891-2-Kopie-300x197.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_9891-2-Kopie-768x505.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Blick in die Bucht von G\u00f6kaya an deren Ende sich eine Kirchenruine befindet \u2026<\/em><\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"> <a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_4264-kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6255\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_4264-kopie-1024x726.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"445\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_4264-kopie-1024x726.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_4264-kopie-300x213.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IMG_4264-kopie-768x544.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><em> \u2026 und hier nochmal der Blick in die andere Richtung \ud83d\ude09 von der Ruine aus der Bucht raus &#8211; ganz links sieht man Kalibu mit einer Landleine an einem Felsen festgemacht<\/em><\/span><\/p>\n<p>Wir ankern in der gut gesch\u00fctzten Bucht von G\u00f6kaya, kurz vor Kekova, wo wir nicht die Einzigen sind, es ist ziemlich voll hier. Da m\u00fcssen wir uns jetzt dran gew\u00f6hnen und da wir eh vor n\u00e4chster Woche nichts in Richtung Reparatur ausrichten k\u00f6nnen, bleiben wir drei N\u00e4chte.<\/p>\n<p>Wir \u00fcberlegen hin und her was zu tun ist. Der schon zu Beginn unserer Reise etwas altersschwache Motor hat uns sicher den Gambia River hoch und runter bef\u00f6rdert; durch die weit verzweigten chilenischen Kan\u00e4le zuverl\u00e4ssig begleitet; durch die Strasse von Malakka voran gebracht und nicht zuletzt hat er uns geholfen die vielen Meilen im Roten Meer gegen den vorherrschenden Starkwind motorsegelnd voran zu kommen. Da sind einige Motorstunden zusammen gekommen und jetzt ist er \u00fcberreif f\u00fcr eine General\u00fcberholung. Die war eh geplant, jedoch haben wir gehofft, dass wir in diesem Jahr unsere Weltumsegelung noch in Italien zu Ende bringen k\u00f6nnten. Daraus wird nun sicher nichts. Wir haben einen Platz in der Marina von Izmir reserviert und m\u00fcssen dort das Problem Motor angehen.<\/p>\n<p>Um weiter zu kommen, in den engen Buchten ohne Motorunterst\u00fctzung zu ankern ist keine machbare Alternative, unternimmt Thomas einen Versuch die Pumpe mithilfe der ziemlich harten Klinge eines K\u00fcchenmessers notd\u00fcrftig zu reparieren. Das Experiment scheint erst erfolgreich zu sein, die Klinge zerf\u00e4llt nur leider schon nach wenigen Meilen in viele kleine Einzelst\u00fccke. Damit wird offensichtlich was wir eh schon ahnten, das eigentliche Problem liegt irgendwo in den Tiefen des Motors versteckt.<\/p>\n<p>Passend zum Ausfall des Motors setzt endlich der versprochene lokale Seewind ein. Wir gleiten mit 3 bis 5 Knoten bis zum nahe gelegenen Kas. So sch\u00f6\u00f6\u00f6nnn endlich mal wieder zu segeln!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08.06.2019 &#8211; von frischen Brisen und einer K\u00fchlwasserpumpe, die schon wieder defekt ist Endlich Wind, der Meltemi ist pl\u00f6tzlich wieder da, nur wie sollte es anders sein, er wird seinem Namen nicht gerecht. Meltemi kommt n\u00e4mlich aus dem T\u00fcrkischen, \u201emeltem&#8220; bedeutet \u201eBrise\u201c oder \u201esanfter Wind\u201c. Sanft w\u00fcrde ich das nicht bezeichnen. 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