{"id":6075,"date":"2019-03-17T01:05:05","date_gmt":"2019-03-16T23:05:05","guid":{"rendered":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=6075"},"modified":"2019-05-06T16:44:11","modified_gmt":"2019-05-06T14:44:11","slug":"die-rote-erde-von-afrika","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=6075","title":{"rendered":"Die rote Erde von Afrika"},"content":{"rendered":"<p><strong>15.03.2019 &#8211; ein weiterer Nachtrag aus dem Roten Meer:: Kalibu ist so salzig wie eine Saline und so rotbraun wie die Erde von Afrika &#8211; wir treffen beim Inselhopping alte Freunde wieder<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>28.2.2019 \/\/\/\/ Ein erster Blick auf die K\u00fcste von Afrika. Viel rotbrauner Sand und ein paar wenigen Baumwipfeln, die die gleiche Farbe zu haben scheinen. Selbst das Wasser ist eher braun als blau.<br \/>\nGestern fiel der Anker nach der rapiden Winddrehung von S\u00fcd auf Nord in pechschwarzer Nacht. Wir konnten nur die Brandung des nahen Riffs h\u00f6ren, aber nichts von der Insel selbst sehen. Die See war sogar auf dem Ankerplatz noch sehr bewegt. Unser Anker slippte, wir steckten mehr Kette. Und unseren Herd, der die 40 Knoten \u00fcberlebte, schwang dermassen stark hin und her, dass der Griff der Ofent\u00fcr zertr\u00fcmmert wurde. Ladoga ankerte um und ist nun dicht neben uns.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6078\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie-1024x577.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"354\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie-1024x577.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie-300x169.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie-768x433.jpg 768w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070470-Kopie.jpg 1559w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Unser erster Eindruck von Afrika, wenig Gr\u00fcn und viel Sand und Salz<\/em><\/span><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Nordwind der letzten Nacht hat Kalibu im Nu mit ebendieser braunen Staubschicht bedeckt, die wunderbar auf den, von der langen und zum Schluss recht nassen \u00dcberfahrt salzigen Fl\u00e4chen klebt. Die Schoten mag man gar nicht mehr anfassen, sie sind starr und steif vom Salz und jetzt auch noch sandig dazu. Jedoch reicht unser kleiner Wassermacher nicht, um ausreichend S\u00fcsswasser f\u00fcr eine Kalibudusche zu produzieren. Bis \u00c4gypten ist kein S\u00fcsswasser in Aussicht, wir m\u00fcssen mit dem Sand und Salz leben.<\/p>\n<p>Um 7:00 Uhr gehen wir Anker auf. Unser Ziel ist es, so schnell wie m\u00f6glich zum knapp 150 Meilen entfernten Massawa zu segeln. Der Wind bl\u00e4st mit rund 10 Knoten aus Nord-Nord-West. Wir motoren im Schutz der Inselchen. Catalyst ist nur 0,6 Meilen voraus. Wir sind m\u00fcde, belohnen uns aber mit einem leckeren Mahi-Mahi ( den Thomas noch im Golf von Aden gefangen hatte ) zum Mittagessen und suchen einen geeigneten Ankerplatz f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht. Der Wind nimmt stetig zu, es baut sich eine kurze hohe See auf. Unangenehm. ( Sp\u00e4ter werden wir lernen, das ist ein \u00fcbliches Muster im Roten Meer. So dass alle Meilen, die man Vormittags nicht geschafft hat, am Nachmittag zum Kampf gegen Wind und Welle werden. ) Bei 1800 RPM und voller Besegelung, 30 Grad gegen den Wind, machen wir nur 2 Knoten Fahrt \u00fcber Grund. Gegen 20 Knoten Wind anzumotoren mag unser alter Perkins nicht. Er wird das erste Mal zu heiss, 93 Grad! ( Unsere Salzwasserpumpe war an dem Punkt wahrscheinlich schon am Ende. )<br \/>\nLadoga hingegen entscheidet die Nacht durchzusegeln. Die H\u00e4lfte der Crew muss dringest einen Flughafen erreichen. Sie k\u00e4mpfen sich also mit Segeln kreuzend unter Motor voran. Wir ankern nach Einbruch der Dunkelheit s\u00fcdlich von Adjuz, wo Catalyst gerade noch mit dem letzten Tageslicht angekommen ist und uns jetzt den Weg mittels AIS und Ankerlicht weist.<br \/>\nBobby auf Confidence, mit dem wir seit Galle in st\u00e4ndigem Email-Kontakt stehen, teilt uns mit, dass er in Suakin angekommen ist. Wir sind erleichtert. Immerhin hat Bobby die gesamte Strecke, Sri Lanka Sudan, non-stop und Einhand zur\u00fcckgelegt. Eine tolle Leistung. Blue Roger jedoch k\u00e4mpft sich noch gegen den Starkwind voran, um nach Port Ghalib in \u00c4gypten zu kommen, wo sie Tags drauf mit dem letzen Rest Diesel ankommen werden. Katrin mailt, dass es ein zweites verd\u00e4chtiges Ereignis im Korridor gab. ( Weiter im Norden werden wir die Koza treffen, die in eben diesen Vorfall verwickelt war und uns alle Details berichtet. )<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6081\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie-1024x577.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"354\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie-1024x577.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie-300x169.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie-768x432.jpg 768w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070494-Kopie.jpg 1984w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000;\">Catalyst segelt voraus &#8211; Jakob freut sich \u00fcber das Wiedersehen<br \/>\n<\/span><\/em><\/p>\n<p>2.3.2019 \/\/\/\/ Ein Tag Pause musste sein, f\u00fcr alle, das Boot, die Nerven und \u00fcberhaupt. Ausserdem versprach der Wetterbericht f\u00fcr heute vergleichsweise schwache Nordwinde. Die wollen wir nutzen. Ein guter Test f\u00fcr den Rest des Roten Meeres. Am Ende werden wir feststellen, dass wir um 1 Meile im Roten Meer voranzukommen in der Regel 5 Meilen segeln m\u00fcssen. Auf dem Steuerbordbug geht das ziemlich gut, auf dem Backbordbug ist Kalibu viel schlechter. Aber heute haben wir irgendwie Pech,\u00a0 die Str\u00f6mung ist offensichtlich gegen uns. Wir m\u00fcssen gegen Wind uns Str\u00f6mung ansegeln, 34 Meilen durchs Wasser und ergeben nach GPS nur ein Etmal von 17. Ersch\u00f6pft geben wir auf und gesellen uns zu einem kleinen Fischerboot, das vor dem winzigen Inselchen Umm Namus vor Anker liegt. Da rauscht zu allem \u00dcberfluss auch noch unsere Kette aus und bis wir die Winsch wieder fest ziehen k\u00f6nnen sind schon 75 Meter drin. Alles gut gegangen, das kleine B\u00e4ndsel h\u00e4lt die Kette fest.<\/p>\n<p>3.3.2019 \/\/\/\/ Gerade sind wir Anker auf gegangen, da entdecken wir ein Segel im S\u00fcden am Horizont. Es ist die Koza, eine t\u00fcrkische Segelyacht, die wir in Galle kurz getroffen haben. Sie sind besorgt, weil sie denken, dass ihr Diesel zu Ende geht und fragen an, ob wir aushelfen k\u00f6nnen. K\u00f6nnen wir, wir wollen nur nicht zur\u00fcck segeln. Also verabreden wir uns am n\u00e4chsten Ankerplatz, Port Smith , wo wir gegen Mittag ankommen. Catalist ist schon da, surprise \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-6083 alignnone\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie-300x169.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie-768x432.jpg 768w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1260466-Kopie.jpg 1984w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000;\">Die Insel Port Smith ist vor allem von K\u00fchen bewohnt, wie die hier \u00fcberleben ist uns allerdings ein R\u00e4tsel<\/span><\/em><\/p>\n<p>Port Smith ist nat\u00fcrlich kein echter Hafen. Es handelt sich um eine kleine flache Insel, auf der es eine Milit\u00e4rstation gab. Der Ankerplatz liegt hinter dem Riff und ist durch dieses rundum gut gesch\u00fctzt. Auf der Insel selbst gibt es ein paar armselige H\u00fctten, viele K\u00fche, kein S\u00fcsswasser, wenig gr\u00fcnes Gras ( wovon leben die K\u00fche nur ) und ein paar Ruinen. Wir sind trotzdem gl\u00fccklich endlich mal wieder einen ausgiebigen Spaziergang machen zu k\u00f6nnen. Da st\u00f6ren auch die K\u00fche wenig, die uns laut muhend folgen. Am Nachmittag kommen die Bewohner der Insel dann bei uns vorbei. Sie fragen nach S\u00fcsswasser, Tee und Zucker. Das geben wir gerne ab. Ansonsten sind unsere Vorr\u00e4te an frischem Gem\u00fcse und Obst leider auch aufgebraucht. Ein paar verschrumpelt Kartoffeln und einen Weisskohl gibt es noch, die wir tags drauf, auf dem Weg nach Massawa kochen. Am 15.03.2019 kommen wir dort zusammen mit der Koza an. Die Catalyst macht sich direkt, ohne Stop in Eritrea, auf den Weg nach Norden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070529-kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6086\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070529-kopie-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070529-kopie-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070529-kopie-300x169.jpg 300w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/P1070529-kopie-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000;\">Wir freuen uns sehr die t\u00fcrkische Segelyacht Koza hier wieder zu treffen, von hier werden wir nach Suakin zusammen segeln und uns dann in Port Ghalib wieder treffen\u00a0<\/span> <\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Beitragsbild: Koza, Catalyst und Kalibu ( das kleine Schiff in der Mitte \ud83d\ude09 )hinter dem Riff von Port Smith<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.03.2019 &#8211; ein weiterer Nachtrag aus dem Roten Meer:: Kalibu ist so salzig wie eine Saline und so rotbraun wie die Erde von Afrika &#8211; wir treffen beim Inselhopping alte Freunde wieder 28.2.2019 \/\/\/\/ Ein erster Blick auf die K\u00fcste von Afrika. 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