{"id":4758,"date":"2018-03-19T12:08:22","date_gmt":"2018-03-19T10:08:22","guid":{"rendered":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=4758"},"modified":"2018-03-19T12:15:09","modified_gmt":"2018-03-19T10:15:09","slug":"glueck-im-unglueck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=4758","title":{"rendered":"Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Wochen haben wir uns &#8222;frei genommen&#8220;, um die S\u00fcdinsel von Neuseeland zu erkunden. Mit gemischten Gef\u00fchlen blicken wir zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wir wagten es nicht mit Kalibu dorthin zu segeln. Drei Hurrikans in kurzer Folge und auch sonst nicht wirklich passende Winde f\u00fcr die Passage runter nach Nelson, zwangen uns, unsere urspr\u00fcnglichen Pl\u00e4ne zu \u00e4ndern. Wir h\u00e4tten \u00fcber die Nordspitze an der g\u00e4nzlich vor den vorherrschenden Winden ungesch\u00fctzten Westk\u00fcste entlang segeln m\u00fcssen, die zudem noch \u00fcber keinen einzigen gesch\u00fctzten Hafen verf\u00fcgt. Da muss das Wetter schon passen. Stattdessen entschieden wir uns f\u00fcr die Variante, Flug nach Christchurch und von dort mit dem Auto weiter durch die s\u00fcdlichen Alpen Richtung Fjordland. Leonard hatte vorher mit viel Begeisterung die Filmorte der &#8222;Herr der Ringe&#8220; Trilogie recherchiert und die Route entsprechend vorgegeben.<\/p>\n<p>Sehr ungem\u00fctliches Wetter erwartet uns in Christchurch am Tag der Anreise. Es sch\u00fcttet buchst\u00e4blich wie aus Eimern und wir froren schon am Flughafen. Dann mussten wir\u00a0\u00a0in der zugigen Autoausleihe ewig warten, weil Thomas EU F\u00fchrerschein zum ersten Mal in seinem Leben nicht akzeptiert wurde. Was auf der Nordinsel schon zweimal problemlos \u00fcber die B\u00fchne ging, erwies sich hier als unm\u00f6glich. Eine offizielle \u00dcbersetzung musste vorgelegt werden. Das dauerte, waren ja immerhin fast 10 W\u00f6rter ins Englische zu \u00fcbertragen. Es endete mit einer unterk\u00fchlten Blase bei Birgit &#8211; schon ewig nicht mehr gehabt &#8211; und dem Versuch ein Antibiotikum aufzutreiben. \u00c4hnlich wie in Gro\u00dfbritannien gibt es auch in Neuseeland einen National Healthservice, eine Art B\u00fcrgerversicherung. F\u00fcr Ausl\u00e4nder bedeutet das, dass sie zahlen m\u00fcssen, bevor sie \u00fcberhaupt einen Arzt zu Gesicht bekommen. In meinem Fall waren es ganze 300 NZ $ (inclusive des Urintests). An alle, die es bedauern, dass in Deutschland die B\u00fcrgerversicherung erst mal nicht eingef\u00fchrt wird, ich h\u00e4tte als privat versicherte Person bei 2.3 fachen Satz f\u00fcr die gleiche Leistung zwischen 50 und 70 EUR gezahlt. \u00a0Wer also hofft, die B\u00fcrgerversicherung w\u00e4re volkswirtschaftlich sinnvoll, ist ziemlich sicher auf dem Holzweg.<\/p>\n<p>Kaum waren wir unterwegs, um &#8222;Mittelerde&#8220; f\u00fcr uns zu entdecken, erreichten uns besorgniserregende Wetternachrichten. Nach der Vorhersage sollte Cyclone Hola in wenigen Tagen\u00a0immer noch in Hurrikanst\u00e4rke \u00fcber Auckland fegen, wo wir unsere Kalibu in einer Marina zur\u00fcck gelassen hatten. R\u00fcckblickend waren es dann doch &#8222;nur&#8220; B\u00f6en bis zu 60 Knoten, die Auckland erreichten. Wir sind noch nicht zur\u00fcck, gehen aber davon aus, dass alles in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Murphy&#8217;s law in voller Wirkung brachte uns schlie\u00dflich die Nachricht, die Heizung und das Warmwasser in unserem Haus in Berlin war ausgefallen, der Keller steht 20 cm unter Wasser. Das bei Minustemperaturen in Berlin. Was war passiert? Der 400 l Warmwasserbereiter war implodiert und das Sicherheitsventil am Brenner explodiert. Hektische Telefonate mit dem Installateur folgten und f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter gab es schliesslich wieder warmes Wasser, die Heizung ging nach einem Tag wieder. Danke an die Firma Droma.<\/p>\n<p>Damit sah es so aus, als ob wir uns schlussendlich auf ein paar sch\u00f6ne entspannte Wandertage durch die beeindruckenden Landschaften des S\u00fcdens von Neuseeland freuen konnten. Der Track war ausgesucht, die Wanderh\u00fctte gebucht. Aber die Freude w\u00e4hrte nicht lange. Nach der \u00dcberquerung eines rei\u00dfenden Flusses ging es in den Regenwald. Wir k\u00e4mpften uns \u00fcber matschige Waldb\u00f6den, durch Bachl\u00e4ufe und mit Sumpfpflanzen \u00fcberwucherte, vom letzten Regen \u00fcbersp\u00fclte Pfade voran. Bis Leonard einen Salto von einem Baumstamm machte, der quer \u00fcber dem Pfad lag. Er schrie auf, mein Arm ist gebrochen. Sichtlich unter Schock schaffte Leonard \u00a0es trotz alledem, gest\u00fctzt von Zo\u00eb, den Weg wieder zur\u00fcck zu gehen. Wir verpassten ihm eine Armschlinge zur Entlastung, ein Schmerzmittel, das wir zum Gl\u00fcck dabei hatten, und ein gro\u00dfes St\u00fcck Schockolade gegen den Schock. 24 Stunden und nach drei Notaufnahmen, Fox Glacier, Greymouth und Christchurch, lag er im Operationssaal in Christchurch. Ein komplizierter Bruch. Die \u00c4rzte sind zufrieden und wir sehr froh. Es h\u00e4tte sehr viel schlimmer enden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hier vielen Dank an die Schwestern und \u00c4rzte der Kinderstation im Christchurch Hospital, die sehr um uns bem\u00fcht waren.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-4758 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/test.sykalibu.de\/?attachment_id=4765'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-2-e1521453350975-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-2-e1521453350975-150x150.jpeg 150w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-2-e1521453350975-60x60.jpeg 60w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/test.sykalibu.de\/?attachment_id=4764'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-1-e1521453403805-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-1-e1521453403805-150x150.jpeg 150w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-1-e1521453403805-60x60.jpeg 60w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/test.sykalibu.de\/?attachment_id=4766'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-3-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-3-150x150.jpeg 150w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-3-60x60.jpeg 60w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/test.sykalibu.de\/?attachment_id=4767'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-4-150x150.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-4-150x150.jpeg 150w, http:\/\/test.sykalibu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/image-4-60x60.jpeg 60w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Wochen haben wir uns &#8222;frei genommen&#8220;, um die S\u00fcdinsel von Neuseeland zu erkunden. 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