{"id":3806,"date":"2017-05-18T11:28:05","date_gmt":"2017-05-18T11:28:05","guid":{"rendered":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=3806"},"modified":"2017-05-23T04:12:27","modified_gmt":"2017-05-23T02:12:27","slug":"landfall-nach-13-tagen-auf-see","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=3806","title":{"rendered":"Landfall nach 13 Tagen auf See"},"content":{"rendered":"<p>12.05.2017 &#8211; 12:00 UTC-9 \/\/\/\/ 23\u00b007. S 134\u00b058. W<br \/>\n\/\/\/\/ Heute um 10:00 Uhr Ortszeit fiel der Anker vor Rikitea und es ist pl\u00f6tzlich ungew\u00f6hnlich ruhig. Keine Welle, die sich lautstark an unserem Boot bricht, kein Wind der durch die Wanten streicht, kein Schwell, der das Boot und Inhalt gef\u00e4hrlich ins Wanken bringt. Stattdessen bekannte Boote und Gesichter. Die YAO ist noch da, wartet auf ein gutes Wetterfenster zum Weiterfahren und bringt Baguette zum Fr\u00fchst\u00fcck. Jo\u00ebl, mit dem wir in Patagonien Fischsuppe gegessen haben, bringt riesige Pampelmusen vorbei. Die SY Manta aus Finnland wartet auch auf den richtigen Wind und bringt Papayas vorbei. Stepke, unser Einhandseglerfreund, hilft Ornithologen beim Aufbau eines Vogelhauses auf einer Nachbarinsel. Und nachmittags kommt noch der Katamaran Two Oceans reingefahren, mit dem wir und zwei weitere Katamarane gleichzeitig auf Rapa Nui gestartet sind. Fairerweise muss man sagen, dass sie, die Two Oceans, in Pitcairn, Grossbritannien einen kurzen Stopp einlegten. Wir nicht.<\/p>\n<p>\/\/\/\/ Wir sind aber fr\u00fcher als die beiden anderen Katamarane angekommen. Zeit f\u00fcr eine kleine Statistik: wir haben die S\u00fcdsee erreicht und damit etwa vier F\u00fcnftel der Strecke bis Papeete, Tahiti zur\u00fcckgelegt. Das waren ab Valdivia 423 nautische Meilen, in 3 1\/2 Tagen, nach Robinson Crusoe, weitere 1.961 nautische Meilen bis zur Isla de Pascua (immer noch Chile), in 19 Tagen, plus 1.510 Meilen zu den Gambiers, in 12 1\/2 Tagen. Das sind 3.894 Meilen oder rund 7.000 Kilometer in 35 Tagen, mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 4,6 Knoten pro Stunde. Meistens schaffen wir 5 Knoten pro Stunde im Durchschnitt, aber die Strecke zwischen Robinson Crusoe und Osterinsel war das reinste Wartespiel, entweder auf Wind, egal aus welcher Richtung, oder darauf, dass der hohe Schwell aus dem S\u00fcden sich endlich etwas legt, damit unsere Segel auch bei der generell vorherrschenden schwachen Brise noch halbwegs ordentlich stehen. Nur einmal hatten wir auf dieser Teilstrecke Beaufort 6-7, das ist ein steifer Wind. Der blies uns allerdings direkt auf die Nase, so dass wir am Ende des Tages froh waren ein Etmal von 90 Meilen so halbwegs in die richtige Richtung geschafft zu haben. Bei raumen oder halbem Wind w\u00fcrden wir bei Windst\u00e4rke 6-7 mind 140, wenn man das Rigg nicht schont auch 160\/165 Meilen zur\u00fccklegen. Nicht zuletzt w\u00fcrde die Statistik noch viel schlechter aussehen, wenn wir auf dieser Strecke nicht zwischendurch immer mal wieder durch die Flauten motort w\u00e4ren. Es kamen 89 Motorstunden zusammen.<\/p>\n<p>\/\/\/\/ Was ist noch erw\u00e4hnenswert: mehr als die H\u00e4lfte unserer Gl\u00e4ser gingen bei dem hohen Schwell zu Bruch, der gro\u00dfe Spiegel im Badezimmer fiel von der Wand &#8211; ein \u00fcbervoller W\u00e4schesack hing davor und verhinderte, dass dieser in Scherben zersprang \ud83d\ude42 &#8211; und sogar zwei Plastiksch\u00fcsseln \u00fcberlebten ihre unsanfte Landung nicht. Zu guter Letzt, Kalibu verweilte ein Jahr und vier Monate in Chile. (Wohlgemerkt, viele Wochen davon, verbrachten wir woanders, in Berlin, in Peru, in Argentinien, in Bolivien&#8230; )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.05.2017 &#8211; 12:00 UTC-9 \/\/\/\/ 23\u00b007. S 134\u00b058. W \/\/\/\/ Heute um 10:00 Uhr Ortszeit fiel der Anker vor Rikitea und es ist pl\u00f6tzlich ungew\u00f6hnlich ruhig. Keine Welle, die sich lautstark an unserem Boot bricht, kein Wind der durch die Wanten streicht, kein Schwell, der das Boot und Inhalt gef\u00e4hrlich ins Wanken bringt. 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