{"id":2320,"date":"2016-02-26T22:39:09","date_gmt":"2016-02-26T20:39:09","guid":{"rendered":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=2320"},"modified":"2016-03-14T23:09:30","modified_gmt":"2016-03-14T21:09:30","slug":"isla-brecknock","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.sykalibu.de\/?p=2320","title":{"rendered":"Isla Brecknock"},"content":{"rendered":"<p>26.02.2016 &#8212;\u00a0 Bevor wir losfuhren, hatten wir den Eindruck, dass es schwierig w\u00fcrde sich im Wirrwarr der Kan\u00e4le zurechtzufinden. Sp\u00e4testens als wir in Puerto Williams das &#8222;Zarpe&#8220; beantragten, stellte sich aber heraus, es ist simpel. Die Armada hat nur die gro\u00dfen Kan\u00e4le offiziell freigeben und gibt einem bei der Beantragung ein bereits vorgefertigtes Formular, in dem genau diese Kan\u00e4le drin stehen. Unsere eigene Routenplanung legten sie ungesehen zu den Akten. Wir fragten dann nach, ob wir auch den Canal Barbara ( der ist nicht freigegeben, aber die k\u00fcrzeste Verbindung zur Magellanstrasse ) befahren d\u00fcrfen. Ja nat\u00fcrlich, war die klare Ansage. Das Formular ( indem der weite Umweg \u00fcber den Canal Magdalena verzeichnet war ) k\u00f6nne er aber nicht \u00e4ndern, dies w\u00e4re die Standardausf\u00fchrung. Thomas lie\u00df nicht locker und so wurde das Formular handschriftlich ge\u00e4ndert und abgestempelt. Damit haben wir den offiziellen Segen diesen sch\u00f6nen Kanal, indem wir uns grade befinden zu befahren.<\/p>\n<p>Der Wind scheint auch eine kleine Pause einzulegen. Das passt gut, es gibt n\u00e4mlich zwei recht enge Stellen, durch die wir durch m\u00fcssen. Das ist eine kleine Herausforderung, weil f\u00fcr die &#8222;inoffiziellen&#8220; Kan\u00e4le keine detaillierten Karten erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen kamen die Tiefdrucksysteme, durch den &#8222;el ni\u00f1o&#8220; Effekt beg\u00fcnstigt, in kurzen Abst\u00e4nden im Rei\u00dfverschlusssystem heran. Mal waren es die hier durchaus \u00fcblichen Tiefdruckgebiete, die rund um die Antarktis kreisen und das Meerwasser ungehindert vor sich her treiben, aber dazwischen kamen immer wieder welche aus dem Pazifik, wo sich in anderen Jahren eher ein stabiles Hochdruckgebiet breit macht. Fast ohne Atempause ging das so: 30 bis 40 Knoten, kurze Verschnaufpause von selten mehr als 9 Stunden, dann wieder 30 bis 50 Knoten. Zum Gl\u00fcck halten unsere Landleinen Marke Polysteel \ud83d\ude09 gut.<\/p>\n<p>Heute, am 26.2.16,\u00a0 sind wir zusammen mit der YAO! unterwegs, die im Seno Ocasion, Caleta Brecknock, wieder zu uns stie\u00df. Wir sind gemeinsam zu den wundersch\u00f6n gelegenen Seen gewandert und haben abends Pfannkuchen mit selbst gemachter Marmelade ( von mir und Zo\u00eb ) aus eigenh\u00e4ndig gesammelten Chaura Fr\u00fcchten (pernettya mucronata ) gegessen. Die Idee mit der Marmelade kam von Shu-In, die gerne und sehr gut kocht und au\u00dferdem noch experimentierfreudig ist. Roh schmecken die Fr\u00fcchte etwas eigenartig, aber als Marmelade sind sie super. Etwas bitter im Nachgeschmack, \u00e4hnlich wie die englische Orangenmarmelade. Leider haben wir nur sehr wenige Calafate-Fr\u00fcchte gefunden. Die w\u00e4ren sicher noch leckerer.<\/p>\n<p>Tags zuvor starteten wir gemeinsam mit der Alumni vom Paso Aguirre, am s\u00fcdlichen Ende der Isla Brecknock. Wir dachten schon, wir w\u00fcrden sie nicht mehr treffen. Sie liefen einen Tag vor uns aus Puerto Williams aus und die Alumni ist deutlich l\u00e4nger, als unsere Kalibu. (Nicht zu vergessen, sie hat den sch\u00f6nsten Motorraum, den wir je gesehen haben. Der Motor wird als Skulptur unter Downlights frei im Raum pr\u00e4sentiert. Der Rest vom Schiff ist nat\u00fcrlich auch toll ;-)) Sylvia und Hans-Georg planen in einem Rutsch durch den Canal Acwalisnan und die gef\u00fcrchtete Magellanstrasse zu segeln, an deren westlichem Ausgang zum Pazifik gut und gerne B\u00f6hen bis 70 Knoten auf einen &#8222;warten&#8220; k\u00f6nnen. Der Wind macht halt gerade eine Pause. Diese wollen sie ausnutzen. Die ersten Stunden segelten wir dann zu Dritt. Zu unserer \u00dcberraschung tauchte n\u00e4mlich beim Ablegeman\u00f6ver noch der Katamaran von Hans-Peter auf. Selten viel los in dieser Ecke, eine willkommene Abwechslung f\u00fcr uns.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26.02.2016 &#8212;\u00a0 Bevor wir losfuhren, hatten wir den Eindruck, dass es schwierig w\u00fcrde sich im Wirrwarr der Kan\u00e4le zurechtzufinden. 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